TRADITION BURBACH 1850 e.V.
  

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Vereinsgeschichte

 

Die Geschichte der Tradition Burbach 1850 e. V. ist aufs Engste mit jener der Orte Burbach und Gleuel verbunden. Nach Überlieferung war sie seit 1850 eine lose Vereinigung von allen Burbacher Bürgern, die vornehmlich Dorffeste ausrichtete. Hier konnten die Bürger direkt mit ihrem eigenen Bürgermeister und Gemeinderäten die anstehenden Probleme besprechen. Diese Selbständigkeit wurde Burbach von den Preußen beschert. Vorher war die Vereinigung der Burbacher Bürger auf das Gleueler Dorf ausgerichtet. Mit der Aufhebung dieser Selbständigkeit vor 1850 bildete sich dann ein festgefügter Verein, in den jede Familie mindestens einen Vertreter (männlich, versteht sich), entsandte. Die Kirmesmittwoch-Gesellschaft pflegte nicht nur Brauchtum, sondern vertrat die Burbacher Bevölkerung auch nach außen hin (hier Gleuel). Denkmalbau- und Pflege war mit eine dieser Aufgaben. Denn die Denkmäler waren nicht nur Gedächtnisstätten, sondern auch Versammlungsstätten der Bevölkerung zu wichtigen Anlässen (Festtage). So errichtete man im Jahre 1934 das noch heute bestehende Ehrenmal in Burbach, anstelle eines Dorfkreuzes, das seit 1761 auf dem Dorfplatz „Am Kröz“ (an den zwei Linden) stand.

Im Jahre 1948 wurde das Bilderstöckchen des hl. Dionysius am Fousfall (Hermülheimer Straße) erneuert. Dieses Bilderstöckchen bestand schon seit Urzeiten und wurde 1944 durch Kriegseinflüsse zerstört. Einziges Überbleibsel war die Statue des hl. Dionysius, Pfarrpatron von Gleuel und Burbach. Die Statue steht heute in diesem Bilderstöckchen. Der Pflege, Erneuerung und Unterhaltung der Denkmäler widmet der Verein viel Zeit und Arbeit.

Am 17.5.1953 beschloss die Kirmesmittwochsgesellschaft, den Verein in „Tradition Burbach“ umzutaufen.

An stehenden Festen wurde bis 1960 organisiert: Beteiligung am Karneval in Gleuel (die Tradition Burbach hatte Sitz und Stimme in der Dorfgemeinschaft Gleuel). Pfingstmontag – Tanzfeste, Beteiligung an der Walberberger Prozession, Garten- und Waldfeste, Kirmesmittwoch (im Oktober der Mittwoch nach der Gleueler Kirmes), und Martinsfest mit großer Adventsfeier und gleichzeitiger Ehrung der älteren Einwohner Burbachs. Auch bei familiären Anlässen war die Tradition behilflich. Durch den kirchlichen und kommunalen Zusammenschluss von Alstädten und Burbach bildete sich notwendigerweise eine eigenständige Dorfgemeinschaft, wie sie heute noch besteht. Durch die Neubildung der Pfarrgemeinde kam auch zwangsläufig ein eigenes Kirchweihfest zu Mariä Geburt am 8. September. Die Tradition Burbach wurde auch aus einigen dorfgemeinschaftlichen Verantwortungen entlassen. Sie arbeitet aber heute noch aktiv mit. Denkmal- und Brauchtumspflege sind nach wie vor ihre vornehmlichsten Aufgaben.

Das Hahneköppen wurde 1962 zuerst auf den Kirmesdienstag verlegt, später dann auf den Montag.

Vom 20. – 22. September 1975 feierte die Tradition Burbach in einem 700-Personenzelt das 125-jährige Vereinsbestehen mit einem Festkommers. Die Mitwirkenden an diesem Abend waren: Gerd Wiesner als Conferencier, der Kölner Kinderchor, der MGV Rheinmelodiker, Akkordeon Orchester Gleuel, Jens Hudek. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Rhein-Braun-Kapelle unter der Leitung von Hermann Timme. Sonntags folgte ein Tanz- und Unterhaltungsabend mit einer internationalen Show- und Unterhaltungskapelle. Zum Abschluss des Abends gab es ein großes Feuerwerk. Der dann folgende Kirmesmontag lief in traditioneller Weise ab. Hahnenkönig wurde Bert Meul. Die Festtage waren ein großer Erfolg und fanden große Anerkennung in der Bevölkerung.

An unserem Ehrenmal wurde ein neues Tor installiert, gestiftet von Paul und Klaus-Dieter Antoni. Ein Teil des Erlöses der 125-Jahrfeier wurde der Jugend des 1975 wieder neugegründeten Fußballclubs Blau-Weiß Burbach und dem Tambour-Corps Harmonie Alstädten gestiftet.

Am 17. Dezember 1975 verabschiedete sich unser Vereinswirt, Johann Breuer, mit einem Abendessen für die Tradition Burbach. Die inzwischen nicht mehr existiertende Gaststätte der Familie Breuer „Op dr Höll“ war seit ihrem Bestehen bis zum Jahre 1979 Vereinslokal der Tradition.

1976 wurde in Alstädten-Burbach ein Festausschuss gegründet. Die Tradition Burbach entsandte zwei Mitglieder.

1977 wurde erstmals wieder ein Sommerfest durchgeführt, als Nachfolger der früher beliebten Pfingst- und Waldfeste. Das Fest fand auf dem Wernerhof im Kreuel statt. Preise wie zu Omas Zeiten: Bier 0,30 DM, Bratwurt 0,60 DM, Grillbraten 0,90 DM.

1979 wechselte die Tradition Burbach vom Vereinslokal „Op dr Höll“ zur Gaststätte „Zur Linde“. Erstmals wurde auch in diesem Jahr am Kirmesmontag beim Hahneköppen nicht mehr der abgetrennte Hahnenkopf als Königsemblem verwendet, sondern durch einen von unserem Mitglied Heinrich Schulten (Fa. Schilder-Schulten) gefertigten Orden ersetzt.

Auch die Emanzipation machte vor der Tradition Burbach nicht halt: 1980 erschien erstmals eine Frau zum traditionellen Kirmesfrühstück.

1981 ließen dann die jungen Mitglieder wieder einen alten Brauch aufleben. Der Hahnenkönig steigt rittlings auf eine Leiter und wird auf dieser quer durch das ganze Dorf von einer Gaststätte zur anderen getragen.

Im Jahre 1982 wurde dem Verein eine neue Satzung gegeben. Der Passus: „Nur männliche Personen können Mitglied werden“ wurde vom Amtsgericht abgelehnt und dementsprechend gestrichen. Am 30. Juni 1982 wurde die Tradition Burbach 1850 e.V. in das Vereinsregister beim Amtsgericht Brühl eingetragen.

Da es immer schwieriger wurde, ein Festzelt auszunutzen, wurde die Kirmes, weiterhin am dritten Montag im September, in der Mehrzweckhalle der Carl-Orff-Schule gefeiert.

1988 wurde der Bilderstock an der Hermülheimer Straße durch Pfarrer Sudhoff neu eingeweiht. Gottfried Hermes hatte die Statue des hl. Dionysius restaurieren lassen und Josef Klein hatte die Figurennische erneuert. Aus Anlaß der Neueinweihung hatte die Tradition den Wetterhahn der Kirche St. Maria am Brunnen vergolden lassen, der nach seiner Weihe von der Feuerwehr Hermülheim auf den Glockenturm aufgesetzt wurde und heute noch strahlt wie an diesem Tag. Danach wurde auf dem Kirmesvorplatz gefeiert.

1989 wurde der gesamte Bilderstock auf Initiative von unserem Mitglied Gerhard Wittich von der Stadt Hürth erneut renoviert. Beim Abbau des Bilderstöckchens wurde in einer Essigflasche eine Urkunde aus dem Jahre 1948 gefunden. Die Flasche wurde dann durch eine widerstandsfähigere Kupferhülse ersetzt.

1990 feierten die Vereinigten Väter von Alstädten während der Kirmestage ihr 20-jähriges Vereinsbestehen. Der Vorsitzende der Tradition Burbach gratulierte dem Verein zum Julibäum. Anschließend wurde Gottfried Hermes von den Vereinigten Vätern auf Grund der guten Zusammenarbeit beider Vereine zum Ehrenvater ernannt. Er trägt den Titel „Traditionsvater“.

Bei der Jahreshauptversammlung wurde durch geheime Abstimmung mit knapper Mehrheit entschieden, dass Frauen in den Verein aufgenommen werden können.

Das Zeitalter der Computer ging auch an der Tradition Burbach nicht vorbei. Die Geschäftsführung des Vereins wird jetzt vom Computer unterstützt.

Am Kirmes-Samstag 1993 wurde zum erstenmal ein Rheinischer Abend in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Landrheinischer Karnevalisten zu Gunsten der Deutschen Kinderkrebshilfe durchgeführt. Schirmherr der Veranstaltung war Willi Zylajew MdL. Die guten Verbindungen unseres Mitgliedes Günter Friedsam ermöglichten den Abend. Am 9. Oktober überreichte der Vorsitzende, Gottfried Hermes, der Kinderkrebshilfe einen Scheck in Höhe von DM 6.500,-.

1994 konnte Gottfried Hermes auf 25 Jahre Vorsitzender der Tradition Burbach 1850 e.V. zurückblicken. Paul Antoni wurde nach 29-jähriger Vorstandsarbeit zum Ehrenmitglied ernannt. Vom Finanzamt Brühl wurde dem Verein die Gemeinnützigkeit zuerkannt.

1995 wurde unser Ehrenmal oberhalb vom Von-Geyr-Ring, ebenso die gesamte Anlage, erneuert. Das Ehrenmal erhielt einen neu gepflasterten Weg. Vorher wurden 8 Kubikmeter Erde ausgehoben und 32 Quadratmeter Moniereisen verlegt und betoniert. Das Denkmal wurde neu verfugt. Aus dem Denkmalssockel wurde die Stiftungsurkunde herausgeholt und das einfache Pergament wurde in der Archivberatungsstelle Rheinland in der Abtei Brauweiler restauriert. Ein Faksimile der Urkunde befindet sich heute wieder im Sockel. Die Originalurkunde liegt als Leihgabe im Hürther Stadtarchiv. Allen Helfern, insbesondere Günter Friedsam, Hermann und Gottfried Hermes, Josef Klein, Hermann und Michael Moll und Peter Zopes gilt der Dank der Tradition. Am Kirmesmontag wurde das Ehrenmal durch Pfarrer Rasenberger neu eingeweiht.

Am Kirmesmontag fand der zweite Bunte Abend für die Kinderkrebshilfe statt. Schirmherr war wiederum Willi Zylajew. Ein buntes Programm und eine große Tombola lockte viele Besucher an. So konnte Günter Friedsam der Kinderkrebshilfe einen Reinerlös von DM 7.200,- zur Verfügung stellen.

1996 zur Jahreshauptversammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt. Der alte Vorstand trat nicht mehr an, um Jüngeren Platz zu machen. Günter Friedsam wurde zum Nachfolger von Gottfried Hermes als Vorsitzender gewählt. Erstmalig wurden auch zwei Damen in den Vorstand gewählt. Josefine Domgörgen und Dorothe Hierl traten in die bisherige Männerdomäne ein. Gottfried Hermes wurde für 27-jährige Vorstandsarbeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Michael Habbig wurde für 26-jährige und Peter Prinz I für 32-jährige Vorstandsarbeit zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Im Juni wurde das Bilderstöckchen des hl. Dionysius und auch die Statue durch Vandalismus erheblich beschädigt. Sie wurde anschließend durch unser Vereinsmitglied Willi Plog erneut restauriert. Ebenso wurde die Inschrift am Sockel:

Heiliger Dionysius, du unser Dorfes Schützer bist,
Bewahre uns in Kampf und Tod

durch eine Goldierung der Buchstaben besser hervorgehoben.

1997 fand in unserem Vereinslokal ein Lichtbildervortrag über Blumen und Berge der Dolomiten statt. Da der Eintritt zu dieser Veranstaltung frei war, wurde anschließend eine Sammlung gemacht, die einen Betrag von fast DM 1.500,- ergab. Diesen stellte der Initiator des Lichtbildervortrages, Wilfried Hierl, einem SOS-Kinderdorf in Kenia zur Verfügung.

Im Herbst zur Kirmes dann die Sensation: Zum erstenmal in der Vereinsgeschichte wurde eine Frau Hahnenkönig. Josi Domgörgen tat den entscheidenden Schlag.

1998 fand dann der dritte bunte Abend für die Kinderkrebshilfe statt. Schirmherr der Veranstaltung war der Direktor der RWE Energie AG, Franz-Josef Dostall. Dieser konnte dann später der Krebshilfe einen Scheck über DM 9.900,- überreichen.

Am 26. Juni 1999, eine Stunde vor Beginn des Sommerfestes, fand eine Feierstunde an unserem Ehrenmal statt. Anlaß war die 65-jährige Grundsteinlegung im Jahre 1934. Günter Friedsam ging in seiner Gedenkrede auf die Geschichte des Denkmals ein und wies auf den Wahnwitz eines jeden Krieges hin.

Um den Zusammenhalt der Vereinsmitglieder zu fördern, wurden wieder Ausflüge neu ins Leben gerufen. Dabei wurden in den folgenden Jahren die Mosel, Assmannshausen mit Niederwalddenkmal, Burg Eltz, Trier, Stadtrundfahrt in Köln mit einer Unterdomführung die Ziele. Ebenso standen Theateraufführungen (Kölsch Hänneschen, kölsches Mundarttheater) auf dem Programm.

Vom 16. bis 18. September 2000 feierte die Tradition Burbach in einem großen Festzelt das 150-jährige Vereinsbestehen. Das Fest wurde am Samstag, 16.9. mit einem Festabend eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Heinz-Günter Friedsam und den Schirmherrn, Bürgermeister Walther Boecker, wurde die neue Fahne, eine Stiftung unseres Vereinsmitgliedes Peter Krohm, von diesem dem Verein überreicht und von Pastor Tillmann feierlich geweiht. In Anerkennung seiner Stiftung wurde Peter Krohm zum Ehrenmitglied ernannt.

Beim anschließenden Bunten Abend wirkten mit: die Sängerin Elke Breu, der Solo-Trompeter Pit Knarren, der Bauchredner Klaus und Willi, und die Fidelen Musikanten aus dem Nikolaus-Kloster. Den musikalischen Rahmen bildete die Rheinbraun-Kapelle. Durch das Programm führte Frank Mausbach als Moderator.

Beim musikalischen Frühschoppen am Sonntagmorgen wurden die Hahnenkönige der letzten 50 Jahre mit einer neuen Schärpe ausgestattet. Am Sonntagnachmittag ging dann ein Festzug durch Burbach und Alstädten. Anschließend fand im Festzelt ein Benefiz-Konzert des Heeresmusikkorps 7 aus Düsseldorf zu Gunsten der Deutschen Kinderkrebshilfe statt. Der Reinerlös von 2600,-- DM wurde vom Verein auf 3000,-- DM aufgestockt und der Krebshilfe gespendet. Der dann folgende Kirmesmontag lief in traditioneller Weise ab. Jubiläums-Hahnenkönig wurde Karl-Heinz Schmitz.

Am 12. Dezember 2001 mußte der Bilderstock am Fousfall einer geänderten Verkehrsführung des Von-Geyr-Ring weichen. Er wurde um 4 m versetzt. Nach der Neugestaltung des Platzes nahm am 13. Juli 2002, eine Stunde vor Beginn des jährlichen Sommerfestes, Pastor Dr. Kremer die Neu-Einsegnung vor, musikalisch begleitet von den Rhein-Erft-Musikanten.

Am Kirmes-Samstag, 20. September 2003, fand der vierte Bunte Abend für die Kinderkrebshilfe statt. Dem Schirmherrn, Bürgermeister W. Boecker, konnte eine Spende von 2500,-- Euro zur Weiterleitung an die Krebshilfe übergeben werden.

Am Kirmesmontag, 22. September 2003, wurde zum Hahneköppen erstmals ein Gummihahn statt eines echten eingesetzt. Nach einem Sekundenschlaf des Vorsitzenden Günter Friedsam köpfte Pastor Dr. Kremer den Hahn und war somit der erste Pastor, der als Hahnenkönig in die Geschichte der Tradition Burbach einging.

Im Jahr 2004 stand das Ehrenmal seit 70 Jahren in Burbach. In einer Feierstunde am 3. Juli wurde unter musikalischer Mitwirkung des Veteranenkorps Gleuel eine Gedenktafel für die Erbauer enthüllt.

Am Kirmessamstag, 17. September 2005 fand erneut ein Bunter Abend zu Gunsten der Deutschen Kinderkrebshilfe in der Mehrzweckhalle der Carl-Orff-Schule statt. Die Schirmherrschaft übernahm zum wiederholten Male Bürgermeister Walther Boecker. Der Erlös an diesem Abend für die Kinderkrebshilfe betrug 2300 Euro.

Der folgende Kirmessonntag stand zum ersten Mal unter dem Motto „Unser Dorf feiert“. Der Schulhof wurde zum Kirmesplatz. Die Ortsgemeinschaft Alstädten/Burbach und die Dorfvereine gestalteten alles selbst. Unser Verein hatte ein Kettenkarussel und zwei Verkaufsstände aufgebaut. Am nächsten Tag wurde der Kirmesmontag wieder auf traditionelle Weise gefeiert.

Die Kirmes im September 2006 wurde auch in diesem Jahr wieder traditionell gefeiert. Hahnenkönigin wurde Annelie Heinitz, die am Abend aber nicht wie die Männer auf einer Leiter zum Vereinslokal „Zur Linde“ getragen, sondern thronend auf dem Frontlader eines Traktors durch den Ort gefahren wurde.

Im Jahr 2007 wurde ein Vorschlag von Hermann Josef Moll aus dem Jahr 2003 aufgegriffen, das ziemlich verwahrloste Rondell an der Linde am Von-Geyr-Ring wieder in Stand zu setzen und dort eventuell ein neues Dorfkreuz zu errichten. Nach einem entsprechenden Beschluss des Vorstandes wurde ein Gremium gebildet, welches für die Planung und Durchführung zuständig sein sollte. Mitglieder dieses Gremiums waren Henning Bertermann, Heinz Günter Friedsam, Gottfried Hermes, Hermann Hermes, Hermann Josef Moll, Paul Mausbach und Peter Prinz I. Da nach langer Recherche keine Bilder oder Unterlagen von dem alten Dorfkreuz gefunden wurden, machte der Steinmetzmeister Egon Schug aus Schuld an der Ahr den Vorschlag, statt eines Kreuzes eine dreieckige Stele aus Granit zu errichten. Diese sollte Motive aus dem Ort Burbach und Umgebung, vom Kloster Burbach, und Wahrzeichen der Industrie beinhalten. Henning Bertermann entwarf dann nach den Größenvorgaben von Herrn Schug die Gestaltung der Stele und die Neupflasterung des Rondells. Die Stadt Hürth übernahm den Austausch der kranken Lindenbäume gegen zwei neue, und so konnte am 16. Januar 2008 im Beisein von Bürgermeister Walther Boecker die Grundsteinlegung und Einweihung der Stele mit Einsegnung durch Pastor Dr. Kremer erfolgen. In Anerkennung seines Einsatzes für die Errichtung der Stele mit dem Rondell wurde Hermann Josef Moll zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.

Zur Mitgliederversammlung im März 2008 hatte sich Günter Friedsam nach 12 Jahren als Vorsitzender entschlossen, sein Amt niederzulegen. Zum neuen Vorsitzenden wurde Michael Moll gewählt, Guido Hansonis wurde sein Stellvertreter, Frank Mausbach blieb Geschäftsführer. Eine zweite Mitgliederversammlung im April war indessen nötig, um Richard Dümbgen zum Schatzmeister und Peter Josef Printz zum Kassierer zu wählen.

Die Kirmes, traditionell am dritten Wochenende im September, beinhaltete inzwischen auch das Dorffest, veranstaltet von der Ortsgemeinschaft Alstädten/Burbach mit allen Vereinen am Sonntag, und weiterhin den traditionellen Kirmes-Montag mit Messe und Festumzug der Tradition Burbach 1850 e.V., wobei die Beteiligung an diesem Tag, bedingt durch geänderte Abläufe des Arbeitslebens, vor allem bei den jüngeren Vereinsmitgliedern doch allmählich merklich geringer wurde. Der neue Hahnenkönig wurde in diesem Jahr 2008 Franz Josef Kiefernagel.

Im November wurde ein neuer Vorstand gewählt, dem nun auch wieder Michael Moll als Vorsitzender angehörte. Als sein Stellvertreter wurde Peter Prinz, als Schatzmeister Peter Josef Printz und als Geschäftsführer Henning Bertermann gewählt. Erstmals wurde entsprechend der Ehrenordnung nun ein Ehren- und Rechtsausschuß gebildet, dem außer dem Ehrenvorsitzenden Gottfried Hermes noch die Ehrenmitglieder Hermann Josef Moll und Heinz Kiefernagel angehörten.

Das Jahr 2009 brachte dem Verein einige Turbulenzen. Auf der Jahreshauptversammlung im März sah sich der Vorsitzende Michael Moll genötigt, von seinem Amt zurückzutreten, da ein Antrag, Heinz Günter Friedsam zusätzlich zu Gottfried Hermes zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen, von ihm nicht mitgetragen werden konnte. In diesem Zusammenhang erwies sich die bestehende Satzung des Vereins bezüglich wichtiger Angelegenheiten als nicht genügend aussagekräftig und in mehreren Punkten als zu allgemein gehalten, weshalb die Versammlung die Herstellung einer neuen Satzung beschloss. Der Verein erhielt also auf der folgenden Mitgliederversammlung im Mai 2008 eine neue Satzung, die den gesetzmäßigen Anforderungen eindeutig entspricht, sowie eine neue Geschäfts- und Ehrenordnung. Nach dieser soll es auch nur einen Ehrenvorsitzenden geben, und damit blieb Gottfried Hermes allein in diesem Amt, was dem Wunsch der Mehrheit des Vereins entsprach. Unabhängig davon wurde Heinz Günter Friedsam für seine 40-jährige verdienstvolle Mitgliedschaft geehrt. Gleiches galt auch für Dieter Antoni. Zur Neuwahl des Vorstandes stand nun wieder Michael Moll als Vorsitzender zur Verfügung, sein Stellvertreter wurde Peter Prinz II. Frank Mausbach trat als Geschäftsführer zurück. Für ihn trat Henning Bertermann dem Vorstand bei. Schatzmeister wurde Peter Josef Printz. Da aus formalen Gründen diese Neuwahl zunächst nicht rechtskräftig war, wurde in einer zweiten Mitgliederversammlung im November des Jahres die Wahl wiederholt und damit gültig.

Im Sommer 2009 erhielt das Ehrenmal in Burbach eine Neugestaltung der Außenanlage, die von Karl-Peter Eichstädt ausgeführt wurde. Dies war nötig, da wegen der Bauarbeiten am Katharina-Becker-Weg die Zuwegung und Umgebung des Ehrenmals erheblich geändert werden mußten. Alles wurde rechtzeitig zur Kirmes im September fertig, so dass sich das Ehrenmal zum musikalischen Umzug wieder in einem würdigen Rahmen präsentieren konnte. Obwohl die Anlage des Ehrenmal zum Eigentum der Stadt Hürth gehört, übernimmt die Pflege der Außenanlage in Zukunft auch weiterhin die Tradition Burbach.

Die Kirmes im September verlief in gewohntem Rahmen und Hahnenkönig 2009 wurde Manfred Welter.

Das Jahr 2010 brachte eine bedeutende Änderung für die Kirmes. Schon seit mehreren Jahren war die Teilnehmerzahl am Kirmesmontag rückläufig. Vor allem die jüngeren Mitglieder und Gäste hatten immer weniger Gelegenheit daran teilzunehmen. So wurde auf der Jahreshauptversammlung im März beschlossen, die Messe und den Festumzug vom Montag auf den Sonntag zu verlegen und damit Kirmes und Dorffest auf einen Tag zu vereinigen.

Das Hahneköppe wurde aber ab diesem Jahr auf das Sommerfest Anfang Juli gelegt. Vor unserem Vereinslokal "Zur Linde" brachte es Franz Josef Kiefernagel zum Hahnenkönig.

In diesem Jubiläumsjahr 2010 fand am Vorabend der Kirmes aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Ortsgemeinschaft Alstädten/Burbach ein Festkommers statt. Auch eine Festschrift wurde verteilt. Unter großer Anteilnahme der Vereine und Ortsgemeinschaft wurde der Abend ein großer Erfolg. Der Sonntag startete im Hinblick auf das 160-jährige Bestehen der Tradition Burbach 1850 e.V. mit einem großen Festumzug, zu dem alle bisherigen Hahnenkönige und die Ortsvereine zur Teilnahme eingeladen waren. Die Honoratioren konnten in einer Kutsche mitfahren. Das anschließende Dorffest unter dem Motto "Unser Dorf feiert" war nun schon gute Tradition geworden.

Das Jahr 2011 brachte einen Wechsel im Vereinsvorstand mit sich. Michael Moll sah sich aus beruflichen Gründen nicht mehr in der Lage, den Vorsitz fortzuführen. Da es niemanden gab, der seine Aufgabe übernehmen mochte, blieb der bisherige Vorstand zunächst kommissarisch bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Amt.

Im Januar 2011 starb unser Ehrenmitglied und langjähriges Vorstandsmitglied Peter Prinz I.

Für das Sommerfest im Juli ergab sich die Notwendigkeit eines Ortswechsels. Bedingt durch die steigenden Kosten für die bisherige Straßennutzung vor unserem Vereinslokal "Zur Linde" wurde nun der Schulhof der Carl-Orff-Schule als neuer Festplatz gewählt. Hahnenkönig wurde diesmal Christian Heinze.

Die gemeinsame Ausrichtung der Kirmes und des Dorffestes durch die Ortsgemeinschaft und die Vereine erwies sich inzwischen als sehr erfolgreich, was der rege Publikumszuspruch belegte. Die gegenseitige Hilfe bei Auf- und Abbau der Zelte und des Mobiliars funktionierte reibungslos. So hatte sich der dritte Sonntag im September bereits bewährt und sollte beibehalten werden.

Während der traditionellen Weihnachtsfeier am ersten Samstag im Dezember wurden in diesem Jahr 2011 zwei neue Ehrenmitglieder ernannt: Sophia Löcher für ihre selbstlose Pflege des Ehrenmals in Alstädten, und Werner Füngeling für seine langjährigen Verdienste um den Verein.

Während der Mitgliederversammlung im März 2012 wurde die Neuwahl des Vorstandes nachgeholt. Der bisherige Vorsitzende Michael Moll ließ sich doch noch einmal überzeugen, den Vorsitz fortzuführen. Mit ihm blieb auch der gesamte Vorstand im Amt. Auf eine lange Mitgliedschaft im Verein blickten zwei unserer Mitglieder zurück: Josef-Gottfried Hermes wurde für seine 60-jährige und Wolfgang Kronenberg für 40-jährige Mitgliedschaft besonders geehrt.

Im Verlauf des Sommerfestes im Juli wurde Marcus Wolf neuer Hahnenkönig.

Der Verein stiftete in diesem Jahr zwei Begrüßungsschilder für die Ortseingänge von Alstädten und Burbach. Die Schilder wurden nach einem Entwurf von Marion Bertermann mit stilisierten Motiven aus unserem Ort gefertigt. Es entstanden dem Verein noch nicht einmal Kosten, da die Firma Schulten die Schilder kostenlos herstellte, Wilfried Hierl die Tragkonstruktion aus Edelstahl organisierte, und die Fundamente mit Hilfe der Fa. Moll und Walter Füngeling gegossen wurden.

Zur Kirmes, diesmal am dritten September-Samstag statt Sonntag, wurden die Schilder während des Festumzuges feierlich eingeweiht. Sie stellen auch ein sichtbares Symbol für das Zusammenwachsen der beiden Ortsteile Alstädten und Burbach dar.

Im Jahr 2013 konnte unser Ehrenmitglied Werner Füngeling auf eine 50-jährige Mitgliedschaft zurückblicken, wofür er besonders geehrt wurde. Unser erst vor kurzem ernanntes Ehrenmitglied Sophia Löcher starb leider im April mit 90 Jahren.

Erstmals nach langer Pause wurde 2013 wieder eine Vereinsfahrt organisiert. Sie führte nach Mendig und Maria Laach. Der rege Zuspruch führte zum Entschluss, diese Tradition wieder fortzuführen.

Für die im vorigen Jahr errichteten Ortsbegrüßungsschilder wurde von den Kindern der Carl-Orff-Schule ein Wettbewerb durchgeführt für ein Zusatzschild mit den schönsten Motiven des Ortes. Anläßlich des Sommerfestes im Juli erhielten die Gewinner eine Prämie und der Gewinnerentwurf ziert nun beide Ortseingänge.

Erstmals konnte die Weihnachtsfeier im Dezember nicht mehr in der Carl-Orff-Schule stattfinden. Auf dem Beckerhof in Alstädten hatte Norbert Becker die Scheune zu einem Feierraum umgebaut und so fand die Weihnachstfeier seitdem dort statt. Die begrenzteren Räumlichkeiten kommen der geringer gewordene Teilnehmerzahl kommt dabei durchaus entgegen.

Zur Mitgliederversammlung im März 2014 konnte eine 50-jährige Mitgliedschaft im Verein gefeiert werden: Hermann Hermes erhielt mit Dank eine Urkunde und die goldene Vereinsnadel. Außerdem fand ein Wechsel im Vereinsvorsitz statt. Michael Moll hatte aus beruflichen Gründen bereits angekündigt, dass er den Vorsitz abgeben müsste. Auch Peter Prinz stand nicht mehr zur Verfügung. Zum neuen Vorsitzenden wurde Peter Josef Printz gewählt, Stellvertreterin wurde Sandra Goldau, Schatzmeister Thomas Meul.

Die Teilnahme am Sommerfest war merklich geringer geworden. Es fanden sich nicht einmal genügend Teilnehmer zum Hahneköppe, weshalb dies dann zur Kirmes nachgeholt wurde.

Die Vereinstour in den Nationalpark Eifel im Juli 2014 war hingegen ein großer Erfolg mit zahlreichen Teilnehmern, was für die Zukunft hoffen lässt.

In Zusammenarbeit mit den Hürther Stadtwerken stattete unser Verein das Ehrenmal in Burbach mit einem LED-Strahler aus, der nun zeitgleich mit der Straßenbeleuchtung auch nachts das Erscheinungsbild des Ehrenmals betont.

Erstmals fanden Kirmes und Dorffest im September auf dem Beckerhof in Alstädten statt, was sich wegen der gemütlichen Örtlichkeiten und der erleichterten Organisation als sehr gute Wahl herausstellte. So war auch das Interesse am traditionellen Hahneköppe ein ganz anderes als bisher. Hahnenkönig wurde diesmal Rüdiger Müller.

Für das Jahr 2015 hatte der Vorstand eine neue Stiftung beschlossen. Veranlasst durch den Neu- und Anbau von drei Kindertagesstätten im Ort spendete der Verein ihnen je ein Begrüßungsschild mit den typischen Motiven der KiTas. Nach Entwürfen von Marion Bertermann wurden die Schilder von der Fa. Schulten hergestellt und jeweils an den Eingängen errichtet.

Im Juni nahm der Verein an einem Wettbewerb "Wir für die Region" mit unserem Denkmalprojekt teil. Insbesondere die in 2015 veranlassten Restaurierungsarbeiten am Ehrenmal in Alstädten waren Teil des Wettbewerbs. Das Ehrenmal erhielt einen neuen Anstrich und umfangreiche Reparaturen an Boden- und Wandbelägen.

Das Sommerfest am ersten Samstag im Juli litt zum wiederholten Mal an Teilnehmerschwund. Aufwand und Umfang der Arbeiten zum Auf- und Abbau von Zelten und Gerät steht nicht mehr in einem vernünftigen Verhältnis zum Festverlauf.

Die Vereinstour nach Andernach im Juli 2015 war allerdings auch diesmal wieder ein großer Erfolg.

Rechtzeitig zur Kirmes im September waren die Restaurierungsarbeiten am Ehrenmal in Alstädten abgeschlossen, so dass das Ehrenmal zum traditionellen Festumzug in neuem Gewand erscheinen konnte.

- wird fortgesetzt -